Die Omnipräsenz der Marken wird vom Verbraucher sehr geschätzt. Virtuelle und physische Verkaufspunkte machen es möglich, bei der jeweiligen Marke direkt oder mit grösstem Komfort über andere Multimarkenkanäle zu kaufen.

Die Omnipräsenz bereitet den Marken jedoch Kopfschmerzen; es ist ein komplexes Puzzle mit einem Schlüsselstück: die Lagerverwaltung.

Das Bestandsmanagement wirkt sich auf Finanzen, Handelspolitik, Lagerraum und Logistik aus, um nur einige der wichtigsten Punkte zu nennen. Zusätzlich zu den Managementkenntnissen, die fundamental sind, müssen Sie drei wesentliche Fähigkeiten besitzen: die Lagerbestandübersicht als Aktivposten, analytische Fähigkeiten und die Ausrichtung auf den Kunden.

1. Lagerbestand als Vermögenswert ansehen

Der Produktbestand ist für ein Unternehmen des E-Commerce einer der größten Vermögenswerte; wird er nicht richtig verwaltet, kann er zu einer Belastung werden.

Das Verständnis für den Lagerbestand als Vermögenswert setzt die Verpflichtung voraus, das Engagement in die Praxis umzusetzen. Dies geschieht durch eine detaillierte Analyse der Bestandsbewegungen der Artikel. Es ist wichtig, sowohl den schnellen Warenumschlag als auch die langsamen Bewegungen und vor allem die Ursachen dieser Bewegungen zu verstehen. Um diese Bewegungsdynamik innerhalb des Lagers zu meistern, ist es notwendig, zu überwachen, was außerhalb des Lagers passiert: das bedeutet, die Nachfrage zu studieren und vorherzusagen.

Es ist ratsam, noch weiter zu gehen: Überwachungstools ermöglichen es Ihnen, die Lagerbestände des Wettbewerbers zu verfolgen und die kommerziellen Aktivitäten der Konkurrenz vorherzusagen, die die eigenen Verkäufe und Preise beeinflussen können.

Diese umfassende Überwachung des Wettbewerbs ermöglicht eine präzise Vorhersage der Nachfrage und eine möglichst effiziente Lagerverwaltung.

2. Der analytische Blick

Zu verstehen, was und wie in der Vergangenheit verkauft wurde, ist nicht nur für die Lagerverwaltung grundlegend, sondern auch für den Verkauf entscheidend. Um die abgelaufenen Vorgänge zu begreifen, bedarf es einer adäquaten Auffasungsgabe und analytischer Werkzeuge.

Auf der einen Seite muss die analytische Sichtweise zur Suche nach Verbesserungen und zur Optimierung des digitalen Vertriebs ein dauerhafter Vorgang sein. Überprüfen und aktualisieren Sie die Bilder der Produkte; untersuchen Sie die Produktbeschreibungen und erweitern Sie diese, um die Wirkung zu messen; analysieren Sie die Top-Seller-Produkte und schlagen Sie verschiedene Formen des digitalen Merchandising nach Kategorien etc. vor.

Auf der anderen Seite muss die Datenanalyse in die Tiefe gehen: Sehen Sie sich die Verkaufsentwicklung in der Vergangenheit an, die Entwicklung des Lagerbestands; vergleichen Sie die Preise des Wettbewerbs, die jährliche Saison, Verkaufsspitzen durch Ereignisse, Aktionen usw. und nutzen Sie mehrere Möglichkeiten, vergangene Aktivitäten zu analysieren um zukünftige Aktionen zu definieren.

3. Den Fokus auf den Kunden richten

Die Cross-Selling- und Up-Selling-Maßnahmen können sehr attraktiv sein, da sie den Absatz steigern und Lagerbestände in Bewegung bringen. Trotz der dringenden Notwendigkeit, den Lagerbestand zu verschieben, sollten Sie niemals den tatsächlichen Bedarf des Kunden aus den Augen verlieren. Eine Studie, die im Harvard Business Review (Thedarksideofcrossselling) veröffentlicht wurde, warnt vor den Risiken, sich auf Produkte oder Verkäufe zu konzentrieren, ohne den tatsächlichen Bedarf des Kunden zu berücksichtigen.

Die Studie zeigt vier verschiedene Gruppen von Käufern (mit ausgedehnter Service-Nutzung, Kauf mit Rückgabe, Angebotsjäger, Käufer mit Ausgabelimit), die sehr empfindlich auf Cross-Selling reagieren und für Unternehmen letzlich Verluste generieren.

Die Lagerverwaltung braucht Technologie, aber auch Engagement und eine klare Vision: Das beste Produkt ist, welches sich in den Händen eines zufriedenen Kunden befindet.

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