Was bedeutet im E-Commerce der Verkauf nach Geolokalisierung?


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Für den Handel ist die Geolokalisierung im E-Commerce eine der Techniken mit dem größten Umsatzpotenzial. Da Nutzer nun mobile Geräte wie Smartphones für ihre Einkäufe einsetzen, bietet es sich an ihnen Produkte, Angebote und personalisierte Preise je nach Standort zu unterbreiten; eine Chance, die nicht ungenutzt bleiben sollte.

Aber stellen wir zunächst einmal die Frage, wie der Verkauf mittels Geolokalisierung überhaupt funktioniert.

Der Ansatz ist denkbar einfach: Dank der Systeme, die bereits in jedes der heute verwendeten elektronischen Geräte integriert sind, können Online-Shops den Ort, von dem die Anfrage oder der Kauf erfolgt identifizieren und die besten Ergebnisse für die Suche des Benutzers liefern. Weiterhin ermöglicht die Technologie, Trends nach Gebieten zu erkennen, Kaufparameter zu untersuchen und schließlich eine lokalisierte Preisstrategie zu definieren, die an das potenzielle Publikum einer bestimmten Region angepasst ist.

Im Bereich E-Commerce kann die Geolokalisierung auf drei Arten zur Umsatzsteigerung beitragen:

- als Element, um die Anpassung der Preisstrategie nach Standorten zu ermöglichen;
- als Anreiz, Angebote nach Gebieten zu bewerben;
- als eine Metrik der Interessen nach Regionen für bestimmte Produkte.

Um die Benutzererfahrung zu verbessern, ist die Geolokalisierung für Online-Shops derzeit ein wichtiger Punkt, den es zu entwickeln gilt. Großunternehmen wie etwa Inditex schlagen dem User bereits beim Betreten der Website seiner verschiedenen Marken die Auswahl einer Region vor, um die Katalogergebnisse beim Stöbern an seinen Standort anzupassen. So kann sein potenzieller Kunde beispielsweise überprüfen, in welchen physischen Geschäften er das Produkt persönlich ansehen kann oder sogar wo sich die Sammelstelle für Bestellungen in seiner Region befinden.

Ganz zu schweigen im Falle des Marktportals Amazon; in diesem ist es offensichtlich, dass die Produktpreise und Versandkosten je nach Standort des Käufers variieren.

Auf der anderen Seite sind die Auswirkungen, die die technologische Entwicklung dieses Systems auf einen E-Commerce haben kann, zu berücksichtigen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass drei Komponenten notwendig sind: 

1. Das Web- Geolokalisierungssystem selbst, um den Standort der IP-Adresse oder des Geräts eines jeden Benutzers registrieren zu können.

2. Künstliche Intelligenz oder maschinelle Lerntechnologie, die in der Lage ist, personalisierte Angebote für nach Standorten ausgewählte Nutzer zu erstellen.

3. Die Software oder das dynamische Pricing, das es dem Geschäft ermöglicht, seine Preise entsprechend dem Standort seiner Kunden anzupassen.

Das Publikum effektiver kennenlernen als Methode, um mehr zu verkaufen.

Einer der Hauptvorteile der Aktivierung der Geolokalisierungsmöglichkeiten innerhalb eines Online-Shops ist die Erhebung von umfassenden Kenntnissen über die Zielgruppe. Wir wissen bereits, dass der Weg zur tierfgreifenden Personalisierung das Tor zu einer höheren Umsatzquote ist; man erfährt, welche gemeinsamen Eigenschaften potenzielle Kunden haben. Für eine Marke ist ihr übereinstimmender Standort der Schlüssel zur Verbesserung der Nähe und Loyalität zum Nutzer.

Es gibt aber auch skeptische Blicke des Publikums, dass das Misstrauen gegenüber seiner eigenen Privatsphäre auf die Waage legt. Alle Geolokalisierungssysteme für den E-Commerce müssen auf die Standortdaten ihrer Nutzer zugreifen können, um effektiv zu sein. In einigen Fällen muss der Benutzer in Webversionen markieren, wo er sich befindet (obwohl der Browser dies meist selbst bereits feststellen kann); in anderen Fällen muss der Benutzer bei der Verwendung einer mobilen App eine direkte Berechtigung erteilen, damit sein Standort über die Einstellungen seines Geräts  "gelesen" werden kann.

Was würde passieren, wenn sich plötzlich herausstellt, dass das Publikum keine personalisierten Informationen dieser Art erhalten möchte? Vielleicht ist genau das die neue Herausforderung für Marketing- und Vertriebsmanager: Mehrwert in einem Umpfang zu generieren, bei dem das Publikum selbst entscheidet, ob es ihn erbringen will; es zeichnet sich ab, dass Inmitten eines derart gesättigten Panoramas wie dem Online-Verkauf die Chancen höher sind und Faktoren wie Verfügbarkeit und Kaufzeit die Strategie sein werden.

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