36 Tricks für die Durchführung psychologischer Preisgestaltung in Ihrem Onlinegeschäft

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Zu einem anderen Zeitpunkt haben wir bereits über die Wichtigkeit, die bestimmte Elemente in der Auffassung von Preisen durch die potentiellen Kunden haben, gesprochen. Deshalb müssen mehrere psychologische Faktoren bei der Preisfestsetzung beachtet werden. Die Darstellung der Zahlen und des Preisbildes sind nur zwei der Faktoren, die direkt in die Wirkung einfließen, die beim Konsumenten hervorgerufen wird. Zudem gibt es noch viele weitere Techniken, die eingesetzt werden können, um die Verkaufsmöglichkeiten für jedes Produkt bis zum Maximum auszunutzen.

Die Preispsychologie ist eine der von Experten meistgeforschten Bereiche in Preis- und Marketingstrategien. Sie ist Teil einer der innovativsten Ströme auf dem Feld des Neuromarketing. Um einen Verkauf zu erreichen, ist die positive Auffassung seitens der Nutzer das Wichtigste. Und der Preis ist hier ein essentieller Bestandteil. Der größte Teil der Ressourcen in der Preispsychologie ist darauf fokussiert, die Preise Ihres Onlinegeschäfts günstiger erscheinen zu lassen, um so die Käufe durch die potentiellen Kunden anzuspornen. Diese Techniken können jedoch auch dafür genutzt werden, mehr Nutzer mit anderen Perspektiven zu gewinnen, wie unwiderstehliche Angebote oder im Preis inbegriffenen Gewinne.

Hier werden wir nun 36 Tipps und bewährte Vorgehensweisen in Gruppierungen vorstellen, die Ihnen ermöglichen, die psychologische Preisstrategie in Ihrem E-Commerce zu nutzen.

Preispsychologie nach Zahlen:

Preisänderungen bezüglich der eigenen Zahlen ist eine klassische Praxis, sowohl in Ladengeschäften als auch online.

1. Die runden Zahlen um einen Cent reduzieren. 5€ oder 4,99€? Dies ist eine der meistgenutzten Techniken (und eine der missbrauchtesten) im Verkaufsbereich. Nur noch wenige Geschäfte benutzen ganze Zahlen um Ihre Preise festzulegen, vor allem wenn diese nicht im niedrigen Bereich angesiedelt sind. Modegeschäfte, Technologien, große Sportmarken… Die gesamte Ziffer des Preises zu reduzieren hat dazu geführt, dass in all diesen Sektoren der Anschein erweckt wurde, dass die Preise noch niedriger sind. Das menschliche Gehirn hat die Fähigkeit, sich mit Leichtigkeit an die eigentliche Zahl zu erinnern, weshalb der potentielle Kunde den Preis unseres E-Commerces als billiger gegenüber der Konkurrenz wahrnehmen wird.

2. Punkte und Kommata von komplexen Zahlen entfernen. Die Präsentation von langen Zahlen hilft, dass diese als billiger wahrgenommen werden. Diese Technik wird vor allem im angelsächsischen Raum verwendet, wo die Zahlen in den Tausenden jeweils in Paaren gelesen werden können. Extra Tipp: Eine wichtige Änderung, die beachtet werden sollte, wenn es darum geht, Preise in einer internationalen Strategie beizubehalten.

3. Verstärken Sie die billige Komponente Ihrer Preise in Wörtern. Einige E-Commerce unterlegen den Produktpreis mit den enthaltenen Vorteilen. In diesen Fällen ist die beste Wahl, die Formel zu finden, die die Komponente „billig“ bei jedem Artikel hinzufügt. Statt also nun „Premiumqualität“ eines Produktes anzupreisen, ist es eine gute Idee, mit „geringe Wartungsarbeiten“ den billigen Preis zu bewerben.

4. Schätzen Sie die Beinhaltung von Kosten und Ausgaben in dem Preis. Diese Eigenschaft ist so persönlich und immanent für den Markt wie seine Kultur. Dies bedeutet, dass es ein Aspekt ist, der einen A/B-Test benötigt, um zu überprüfen, welche die beste Option ist. Auf jeden Fall geht es um zwei Möglichkeiten: einen niedrigeren Einheitspreis plus Versandkosten oder den Preis als ganzheitlichen Preis. Giganten wie Amazon wählen die erste Möglichkeit, aber in anderen E-Commerces, in denen der Versand Standard ist, ist es angemessener, die kompletten Kosten anzuzeigen, sobald der Warenkorb erstellt ist.

5. Teilen Sie die Preise, wenn es um Finanzierung geht. Wenn der Kauf eine Finanzierung zulässt, oder es sogar die standartmäßige Zahlung ist, kann es zumindest zunächst attraktiver sein, die einzelnen Quoten aufzuzeigen, als direkt den Gesamtpreis. Versuchen Sie jedoch nicht den Endpreis des Produkts zu verdecken, da der Kunde dies als Betrugsversuch auffassen kann. Machen Sie deutlich, dass der angezeigte Preis lediglich eine von mehreren Zahlungen ist.

6. Legen Sie einen Preis für die Dienstleistung fest. In der bereits erwähnten Taktik, einen Preis mit seiner täglichen Wartung anzugeben, lässt diesen niedriger erscheinen. Mit dieser neuen Dimension relativiert der Nutzer, welchen Impakt der Kauf auf seinen ökonomischen Alltag hat und gibt ihm so das Gefühl, einen geringen Preis zu zahlen. Diese Taktik wird vor allem bei Dienstleistungen genutzt, aber sie kann auch für die Pro-Mal-Nutzung des Elektrogeräts angewandt werden, oder sogar bis hin zum Preis-Pro-Tasse in einem Paket Kaffee.

7. Vermeiden Sie, hohe Preise aufzurunden. Je spezifischer Sie bei der Zahl sind, desto mehr ist der Nutzer angehalten, die Optionen auf dem Markt zu analysieren und zu vergleichen. Die Tatsache, solche Preisdetails zu haben, gibt dem Kunden das Gefühl, sich für einen genauen Preis zu entscheiden, der centgenau kalkuliert wurde, damit der Verkäufer den Kunden das beste Angebot machen kann.

Die Darstellung der Preise im Hinterkopf behalten

Das Design eines E-Commerce ist einer der essentiellen Punkte, die zu beachten sind, damit es funktioniert. Dies umfasst auch die Darstellung der Preise.

8. Zeigen Sie die Dezimalstellen kleiner an. Die Dezimalen (Cents) auf eine kleinere Schriftgröße zu stellen hilft, dass der Nutzer seinen Blick auf die Einheitliche Zahl wirft, und so wird der niedrigere Preis durch unsere Technik angepriesen.

9. Wählen Sie die passende Größe für jeden Preis. Ebenso wie mit den Dezimalen, ist die Darstellung von natürlichen Preisen und Rabatten ein Schlüsselaspekt. Wenn ein nicht rabattierter Artikelpreis mit den restlichen Elementen beibehalten werden soll, ist es elementar, einen heruntergesetzten Preis oder einen Rabatt in größerer Schrift zu zeigen, damit er mehr heraussticht und in Erinnerung des potentiellen Kunden bleibt.

10. Lokalisieren Sie die Preise korrekt. Wo sollten sie stehen? Wo ist es am wahrscheinlichsten, dass der Nutzer hinschaut? Generell gibt es eine klare Antwort auf diese Frage: Der Nutzer fixiert seinen Blick auf den rechten Teil des Bildschirms. Nichtsdestotrotz fängt man im Westen von links an zu lesen…welchen vermindernden Effekt hat das auf die Preise? Gemäß verschiedener Studien werden die niedrigsten Preise stets als billiger wahrgenommen, je weiter links sie stehen. Wenn es um komplexere Preise geht und diese rechts stehen, hat dies zur Wirkung, dass der Endpreis als günstiger wahrgenommen wird.

11. Den Referenzpreis bei den Angeboten zeigen. Wenn der Verkäufer die Ersparnis nicht visuell sieht, ist es weniger wahrscheinlich, dass er den Kauf tätigt. Klar anzuzeigen, welcher der vorherige Preis der einzelnen Produkte war, ist ein Schlüsselaspekt damit der Kunde den Gewinn des aktuellen Kaufs durch den Rabatt wahrnimmt.

12. Den Rabatt immer rechts anzeigen. Hier fließt das Lesen von links nach rechts ein. Wenn der Referenzpreis gezeigt wird, sollte der Endpreis eben der sein, der als letztes angegeben wird, also rechts. So gleitet der Blick des potentiellen Käufers über den Originalpreis, lehnt ihn ab und damit ist die Verstärkung durch den nun zu zahlenden reduzierten Endpreis noch besser.

13. Multiplikatoren des Preises benutzen um die Vorteile aufzuzählen. Diese Technik wird von vielen a priori als schwer fassbar abgetan. Jedoch ist nichts weiter von der Realität weg, wie viele Forscher des Neuromarketing festgestellt haben. Sie sind der Auffassung, dass wenn der Produktpreis bestimmte Gewinne widerspiegelt, der Preis fair ist. Als Beispiel: Ein Schönheitssalon bietet ein Massagen-Abo für 300€ an. Was ist darin enthalten? 5 Sessionen à 60 Minuten. 5 x 60= 300€. Der Preis Session/Minute ist mehr als gerechtfertigt, oder?

14. Achten Sie auf Auf/Abrundungen. Wir haben bereits am Anfang erwähnt, dass die Auf- und Abrundung ein heikles Thema ist und im besonderen Maße von dem Preis selbst abhängt. Es ist nicht das Gleiche, auf 2€ bei unnötigen oder häufig vorkommenden Einkäufen oder bei größeren Ausgaben wie 2.000€ für einen Computer auf- bzw. abzurunden. Marketingspezialisten zufolge liegt der Unterschied im Kaufkonzept. Wenn es um einen emotionalen und impulsiven Prozess geht (den Kauf eines Alltagartikels oder ein Kleidungsstück, etc.), ist die Auf/Abrundung eine gute Möglichkeit. Wenn es sich jedoch um eine bewusste und gut überlegte Entscheidung und eine Ware von höherem Wert handelt (eine Reise, ein Auto, ein technologisches Produkt wie ein Computer oder ein Smartphone), ist es besser, auf einen detaillierten Preis zu setzen.

15. Den Preis im richtigen Moment anzeigen. Der große Unterschied wird gemacht, wann die Art des Produkts in den Verkauf geht und der Faktor, der den Kauf für jeden Preis stimuliert. Im Luxussektor ist es das Produkt selbst und seine Eigenschaften, die den Kauf motivieren. In Ladengeschäften mit einfach zu erwerbenden Produkten jedoch gibt es eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass die Kaufentscheidung durch den Preis selbst vorangetrieben wird und verschiedene Angebote und E-Commerce verglichen werden. Im ersten Fall ist es besonders interessant, den Preis erst am Ende anzuzeigen, so also zuerst die Vorteile des Produkts aufgezeigt werden. Im Gegenteil hierzu sollte bei einfachen E-Commerce der Preis möglichst früh beworben werden.

16. Farbpsychologie. Es sollte festgelegt werden, welche Farben benutzt werden, wenn es um die attraktivere Darstellung der Preise geht, da dies eine wichtige Entscheidung ist. Abseits der Farbpalette, die jedes E-Commerce nutzt, ist es wichtig, dass eine direkte Assoziation zwischen den beworbenen Produkten und den generell als positiv wahrgenommenen Farben besteht. So wird zum Beispiel grün bei einem Superpreis, gold für Premiumversionen und herausstechende Angebote und rot für die unmittelbare Dringlichkeit des Angebots benutzt.

Wenn die Preise Rabatten entsprechen

Die Wichtigkeit, rabattierte Preise differenziert anzuzeigen, damit diese für die Kunden einfach zu erkennen sind, wurde bereits erwähnt, aber es gibt noch weitere Faktoren, die die Konversion der Produkte im Angebot verbessern können

17. Geldwert oder Prozente? Ist es auffälliger, 2€ oder 20% zu sparen? Vor allem bei Produkten mit niedrigen Preisen ist die Prozentzahl eine gute Ressource, um die rabattierten Elemente herausstechen zu lassen. Außerdem hilft es dem Nutzer, die Angebote besser zu vergleichen. Extra-Tipp: diese Regel funktioniert super mit Preisen unter 100€. Wenn der Preis höher ist, ist die angegebene Geld-Ersparnis attraktiver.

18. Erklären, woher der Rabatt kommt. Einige Studien haben bestätigt, dass wenn das E-Commerce klar angibt, wieso es den Rabatt gibt, der Kunde eher zu dem Kauf geneigt ist, da der Endpreis transparent ist. Tage ohne Mehrwertsteuer, absolute Angebote zum Black Friday, Kostenreduzierung durch den Zulieferer… Das Motiv zu wissen, hilft dem potentiellen Käufer, der Vergänglichkeit des Angebots bewusst zu sein.

19. Den Rabatt immer so weit wie möglich auf- bzw. abrunden. Beim Sparen sind verlorene Dezimalstellen und halbe Zahlen weniger attraktiv als ganze Zahlen. Wählen Sie die Zahlen, die auf fünf oder zehn enden und runden Sie die Angebote auf bzw. ab damit die Auffassung der Unterschiede größer ist. Bei manchen Anlässen wird impliziert, wenn Dezimalstellen exakt angezeigt werden, dass auch der Preis höher ist, da der Ziffern länger sind.

20. Die Angebote und Rabatte zu Anfang des Monats programmieren. Wenn die Angebote kommen, solange das Portmonee voll ist, werden diese zu keiner neuen Beschwerde für die Kosten. Mit dieser Aktion sichern wir uns ein höheres Kaufniveau ohne Schuldgefühle bezüglich des monatlichen Budgets zu haben.

Vergleichen Sie Ihre Preise mit der Konkurrenz

Für die große Mehrheit sind diese Vergleiche verhasst, aber trotzdem helfen sie, die Unterschiede zwischen Ihrem E-Commerce und den restlichen Händlern auf dem Markt zu sehen. Das eigene Image im Wettbewerb zu fördern, ist eine Hilfe für den potentiellen Kunden.

21. Präsentieren Sie die Verbesserung der Gewinnspanne Ihres Preises auf dem Markt. Obwohl Ihr Produkt in Ihrem eigenen E-Commerce keinen bestimmten Rabatt haben muss, sollten Sie nicht zögern, ihn hervorzuheben, wenn es einen Preis hat, der niedriger ist als die anderen auf dem Markt. Fügen Sie ein Feld ein, in dem Sie die Sparprozente angeben, über die der potentielle Kunde verfügt, wenn er bei Ihnen statt bei anderen Onlinegeschäften kauft.

22. Stellen Sie die Last-Minute-Kosten den Vorreservierungskosten gegenüber. Wenn der Produktpreis bezüglich einer bestimmten Art des Kaufs variiert, zeigen Sie den Unterschied für jeden Fall auf. Zum Beispiel können im Reisesektor bestimmte Kosten heruntergebrochen werden, wenn eine Reservierung über eine Tour erfolgt oder einen direkten Kauf. Wenn die Reservierung mit höheren Kosten in Verbindung gebracht wird, ist der Nutzer eher dazu geneigt, ein bisschen mehr zu bezahlen als der automatische Kauf „wert“ wäre.

23. Heben Sie die Vorteile Ihres Produktes gegenüber den restlichen ab. So sehr wir auch das Gegenteil wünschen, wird für den Kunden der Preis immer im Ungleichgewicht mit dem Produkt stehen. Er möchte immer weniger zahlen. Wie schafft man es, aus dem Rest herauszustechen und zu überzeugen, dass unser Preis der Beste ist? Es muss ins Auge springen, was unser Produkt einzigartig macht, nämlich zum Besten. Wenn der Nutzer versteht, dass Material oder Qualität wesentlich besser sind als bei den anderen, ist er dazu bereit, den angegebenen Preis zu bezahlen.

24. Umgeben Sie Ihre Preise von anderen, höheren Ziffern. Der Vergleich lässt Ihren Produktpreis niedriger erscheinen, wenn ihn andere, höhere Zahlen umgeben. Wie können andere Nummern einfließen, wenn diese keine Preise sind? Zum Beispiel, die Anzahl der Besucher der Homepage, wie viele Nutzer sich dieses Produkt bereits gekauft haben…

Jedes Produkt im Katalog richtig einsortieren

Alle Produkte des Katalogs Ihres E-Commerce müssen den ihm passenden Platz im globalen Katalog zugeordnet werden.

25. Ordnen Sie die Produkte von teuer zu günstig. Die Verkaufschancen sind höher, wenn die Produkte von hoch zu niedrig geordnet sind. Warum? Der Preisabfall sorgt dafür, dass der Nutzer eher etwas auswählt, dass nicht zu sehr vom teuersten Produkt abweicht (das als bessere Qualität wahrgenommen wird). Dank der Referenzpreise kann er hier davon ausgehen, ein Produkt von guter Qualität zu bekommen. Dies hilft bei ähnlichem Kaufhabitus dabei, dass der Kassenzettel einen höheren Wert bekommt.

26. Organisieren Sie die Preise eines einzelnen Produkts bezüglich der Kaufoptionen. In vielen E-Commerce bestehen verschiedene Möglichkeiten, ein Produkt oder einen Service zu erwerben, und jede dieser Möglichkeiten kann einen anderen Preis haben. Dies ist sehr üblich bei Abonnements oder einer Großabnahme. Da der Preis bei jeder Alternative angezeigt wird, weiß der Kunde stets, welcher der für ihn rentabelste ist. Es gibt Studien darüber, die aufzeigen, dass der Nutzer bei einem kleinen Preisunterschied dazu tendiert, den leicht höheren Preis zu nehmen, da verstanden wird, dass dieser durch seine Vorteile wettgemacht wird. Selbst obwohl diese Alternative Mehrkosten im E-Commerce bedeuten kann, wird der ROI eines Produkts der hochwertigen Kategorie erhöht.

Reduzieren Sie die Wirkung der Ausgaben

Ebenso wie mit den Zahlen gespielt wird, gibt es andere Elemente rund um den Preis, die den Kauf erschwinglicher machen. So werden psychologische Barrieren aus der Gleichung herausgenommen, die die Ausgaben bewusst machen.

27. Zeigen Sie den Preis ohne Währung. Wenn kein ökonomisches Bewusstsein besteht, wird der Eindruck der Ausgabe durch den Einkauf merkbar heruntergeschraubt. Die Tatsache, dass das Euro-Symbol (bzw. das der zugehörigen Währung) direkt angezeigt wird, sorgt dafür, dass den potentiellen Kunden ein Unsicherheits- und Schuldgefühl überfällt, das nicht ganz so extrem ausfällt, wenn ein Preis nur durch eine bloße Ziffer dargestellt wird.

28. Lassen Sie andere Werte als den Preis herausstechen, heben Sie zum Beispiel die Vorteile des Kaufs hervor. Die Zeit ist eine der wichtigsten Faktoren, da die Bequemlichkeit und die einfachen Wege mittlerweile die Eigenschaften sind, die einen Kauf motivieren. Nicht nur der ökonomische Faktor, sondern auch der zeitliche Aspekt fließen in die Kaufentscheidung ein: schnell und einfach, die Vorteile meines Produkts in einem Augenaufschlag.

29. Stellen Sie die Prepaid-Option zur Verfügung. Heutzutage ist dies schon eine gemeinsame Eigenschaft in jedem E-Commerce. Generell werden die gekauften Produkte nicht verschickt, bis die Bezahlung nicht beim Geschäft eingegangen ist. Es gewinnt jedoch immer mehr an Relevanz im Verkaufsservice, dass die Produkte nicht im Vorhinein bezahlt werden müssen. Die Preispsychologie weist darauf hin, dass eine vorherige Zahlung dem Nutzer erlaubt, sich darauf zu konzentrieren, sein Produkt und dessen Vorteile zu erhalten und nicht an die zukünftige Zahlung denkt.

30. Bieten Sie Pack-Rabatte als inspirierendes Element an. Ebenso wie bei emotionell geleiteten Käufen dazu geneigt wird, dass der Kunde diese Entscheidung hinterher überdenkt, ist bei einem Rabatt für ein Pack die Komponente des zusätzlichen Gewinns bei dieser Revision verstärkt enthalten. Wenn bei einem Beauty- und Wellnesspack zum Beispiel ein Rabatt bei den Aromen oder Duschgel enthalten ist, wird der Kauf direkt attraktiver, wenn es sich über den nützlichen Teil, zum Beispiel einem Schwamm, einer Bürste oder einem Handtuch situiert.

 

Und wenn Sie über eine Plattform oder einen Marketplace verkaufen?

Die Verkaufstechniken bei einem Marketplace sind bunt gemischt. Sie alle haben ihre Eigenarten, die eventuell sogar unabhängig angeschaut werden müssten. Nichtsdestotrotz gibt es viele Sachen, die die psychologische Preisstrategie eines jeden E-Commerce teilen, weshalb auch sie in diesem praktischen Leitfaden eingebunden werden. Schauen wir uns einmal an, welche Mittel in diesen Fällen genutzt werden können.

31. Haben Sie Einfluss auf die Preise anderer Produkte. Die Darstellung von Produkten mit höheren Preisen können in einem Marketplace helfen, dass der Verkaufspreis des angefragten Produkts als niedriger wahrgenommen wird. Dies kann a priori ein wenig repräsentativer Faktor, aber hilfreich bei der Kontrapositionierung der Preise verschiedener Produkte sein. So kann es zum Beispiel bei einem Onlinesupermarkt (oder demselben bei einem Marketplace) gut sein, eine preislich höherwertige Flasche Wein bei einem Aperitif anzubieten. Auf diese Art und Weise gewinnen Sie zwei Vorteile: 1. Der Preis für den Aperitif erscheint im Vergleich sehr viel kostengünstiger als zuvor, und 2. Bieten wir ein Angebot in einem viel attraktiverem Pack an.

32. Heben sie den Preis pro Palette in der richtigen Reihenfolge ab. Lohnt es sich mehr, den Preis oder die enthaltenen Einheiten herausstechen zu lassen? Prüfen Sie die direkten Vorteile für den Kunden und spiegeln Sie dies klar im angezeigten Preis wider. Extratipp: Wenn die Anzahl der Einheiten höher ist als der Preis, fangen Sie dort an.

33. Nutzen Sie Dynamic Pricing mehr und besser. Dies bedeutet, dass wenn die Preisänderungen in Ihrem E-Commerce häufiger und unterschiedlich sind, der potentielle Kunde weniger von den Änderungen mitbekommt und Sie die Preise sogar ohne Verkaufsverlust auf faire Weise höher ansetzen können, wenn dies nach und nach passiert. Es ist sogar wahrscheinlicher, dass diese sich auf der natürlichen Weise mit der sie hochgetrieben wurden, beibehalten lassen, und somit die Verkaufseinnahmen stärken. So werden Sie verzweifelt wirkende Preiserhöhungen auf Grund einer schlechten ökonomischen Phase vermeiden oder wenn eine Produkteinführung nicht gut gelungen ist.

Bonus:

Abgesehen von diesen psychologischen Preisstrategien existieren tausend weitere Optionen, die durchgeführt werden können um die Preisstrategie und somit auch die Gewinne Ihres E-Commerce zu optimieren. Dennoch gibt es drei Punkte, die wir anschauen müssen, um die Preise zu erhöhen und damit auch die Auswirkungen auf Ihr Onlinegeschäft.

34. Vermeiden Sie Cross-Selling mit Produkten von wenig Wert. In vielen Fällen kann es eher eine Barriere als ein letzter Schubs bedeuten, wenn es um die Kaufentscheidung geht. Wenn das zweite Produkt einen viel niedrigeren Wert hat, kann die Wichtigkeit schwinden, die es gegenüber einem ähnlichen Produkt hat. Wenn wir von den „gewöhnlichen“ und wenig zufriedenstellenden Geschenken absehen, weisen wir jedem Produkt den Wert zu, den es tatsächlich hat. So ist der Kauf fairer und der Eindruck des Preises wird nicht durch ineffiziente Produkte verschmälert.

35. Weisen Sie, wenn immer möglich, auf die Vorteile des Produkts hin. Je weniger über Geld gesprochen wird, desto besser. Letztendlich wollen wir heutzutage die Fähigkeiten des Produkts oder Service kennen, damit die gesetzten Erwartungen durch den Käufer erfüllt werden. Geben Sie dem Preis seinen Platz, aber so natürlich wie möglich.

36. Spielen Sie mit der Persönlichkeit der Preise. Wenn Sie eine Strategie von personalisierten Preisen durchführen, zögern Sie nicht, Taktiken zu nutzen, die Sie Ihren Kunden näherkommen lässt. Preise, die auf die gleiche Ziffer aufhören wie Ihre Telefonnummer oder die gleiche Anzahl haben wie die Buchstaben Ihres Namens oder Alters, können mehr Freude verbreiten. So wurde es auch in anderen Studien bewiesen, bei denen Proben von Preisen gemacht wurden, die die gleichen Ziffern wie die Ausweis- oder Versicherungsnummer der Nutzer hatten.

Angela de la Vieja
Content Manager
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