​Was ist Recommerce und erfolgreiche Beispiele

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Recommerce ist der Onlinehandel mit Second-Hand Produkten durch bereits etablierte Marken oder auf Plattformen, die es nur dafür gibt. Es handelt sich um einen wachsenden Trend, der durch einen bedeutenden Wandel im Verhalten der Verbraucher bedingt ist. Sie suchen immer mehr nach Produkten, die umweltfreundlich sind und gemäß nachhaltiger Entwicklungsziele handeln. So wird geschätzt, dass der Recommerce in den nächsten fünf Jahren um 15 % bis 20 % jährlich wachsen wird. Durch die Bedeutung für die Kunden lohnt es sich für Marken und E-Commerce, diesen Trend zu kennen und abzuschätzen, wie man ihn bei einer globalen Preisstrategie beachten kann. So kann das Firmenimage verbessert und der Umsatz mit umweltbewussteren Nutzern erhöht werden. 


Wie Sie Recommerce in Ihren Onlineshop einbinden 

Obwohl bereits viele Verbraucher Plattformen nur für Recommerce kennen, zum Beispiel Vinted oder Wallapop, können auch Sie als E-Commerce auf diese Art des Commerce setzen und ihn je nach Ziel und Bedürfnissen in verschiedene Geschäftsformen einbinden. Es gibt keine Grenzen. Man findet verschiedene Schlüsselbeispiele für Marken, darunter stechen Shops für Kleidung heraus, die bereits über eine hohe Rentabilität bei ihren Recommerce-Modellen verfügen. 

Recommerce
  • Das Modell von Levi´s:

In diesem Fall ist es die Bekleidungsmarke selbst, die sich um den Verkauf von Second-Hand Artikeln auf einer eigenen digitalen Plattform kümmert. Die Nutzer verkaufen Ihre getragenen Kleidungsstücke an Levis, die Marke verschickt dafür  Gutscheine für den Kauf anderer Kleidung und die gebrauchten Artikel kommen erneut auf den Markt. In diesem Fall kann man diese Transaktionen nur mit Kleidungsstücken der eigenen Marke durchführen. 

  • Das Modell von H&M:

Das schwedische Unternehmen hat sich dazu entschieden, den Verkauf von Second-Hand Artikeln aller Marken in einer neuen App einzuführen und erweitert so sein Engagement für die Umwelt. Im Moment ist die App in 20 europäischen Ländern verfügbar. Über sie werden alle Käufe, Verkäufe und der Versand geregelt. Auf die gleiche Art hat Zalando ebenfalls eine Verkaufssparte für Second-Hand Produkte eingeführt, in der Nutzer Artikel anbieten können, die sie verkaufen möchten. 

  • Die Strategie von Veepee:

Im Fall der französischen Gruppe, zu der zum Beispiel Privalia gehört, hat man sich dazu entschieden, die Rückgabe von Artikeln in Privatverkäufe umzuwandeln. Auf diese Art erhalten die Nutzer den gleichen oder einen besseren Preis für das Produkt, das sie nicht möchten und das Produkt erhält eine zweite Chance, indem es direkt zum nächsten Verbraucher kommt. Dies bedeutet freien Lagerplatz für den Verkäufer.  

Alle Plattformen oder Homepages für Recommerce sollten ein attraktives Design gemeinsam haben, bei dem die Fotos der verschiedenen Artikel im Mittelpunkt stehen. Man sollte die Nutzer dazu animieren, Bilder mit hoher Qualität zu posten, auf denen die Eigenschaften jedes Produkts perfekt dargestellt werden. Einige Verkäufer entscheiden sich sogar für eine Verifizierung der Qualität jedes Kleidungsstücks oder Artikels vor der Veröffentlichung auf den Verkaufsportalen. Sie sollten einen einfachen Einkaufsprozess und gute Versandbedingungen garantieren, so wie Sie es in Ihrem E-Commerce für den Direktverkauf tun würden. So bieten Sie den Nutzern die bestmögliche Kauferfahrung und tragen zur Kundenbindung bei. 

Gut funktionierender Recommerce ermöglicht den Marken neben der Stärkung des Firmenimages eine Erhöhung des Gewinns durch Kommissionen oder direkte Verkäufe, wie im Fall von Levis. Beginnen Sie damit, nachhaltige Aktionen anderer Firmen des Sektors zu beobachten und analysieren. Falls sie über eine Recommerce-Plattform verfügen, beobachten Sie auch die Preise Ihrer Konkurrenz bei Second-Hand Artikeln. Letztendlich ist das Ziel eine wettbewerbsfähigere Position. 

Angela de la Vieja
Content Manager
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