Vor- und Nachteile von High Low Pricing

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Die High Low Pricing Strategie bedeutet, bei Produkten mit einem hohen Anfangspreis mehr oder weniger regelmäßig Angebote und Promotions anzubieten. So bietet ein E-Commerce, das diese Strategie verwendet, das Produkt anfangs zu einem hohen Preis an, um ihn dann durch attraktive Rabatte und Angebote für die Verbraucher zu senken, wenn der Absatz zurückgeht. Wenn die Promotion vorbei ist, kann der Preis wieder erhöht werden, um von weniger preissensiblen Nutzer zu profitieren. Es handelt sich um einen Loop, mit dem der Absatz bestimmter Artikel angekurbelt werden kann. 

Der Erfolg dieser Taktik beruht darauf, in den Nutzern die Wahrnehmung zu schaffen, dass sie ein Schnäppchen vor sich haben und diese Gelegenheit nicht verpassen dürfen. Dadurch sind sie eher bereit, das betreffende Produkt zu kaufen und treffen schneller eine finale Kaufentscheidung. Diese Pricing-Strategie kann je nach Zielen des E-Commerce und dessen Absatz mit anderen kombiniert werden. Wir erläutern Ihnen die Pros und Contras, damit Sie ihre Eignung bewerten können.


Vorteile für Ihr E-Commerce: mehr Einnahmen in weniger Zeit 

Der größte Vorteil der High Low Prices ist ein schneller Anstieg des Absatzes und dadurch spürbar höhere Einnahmen für das Unternehmen. Attraktive Preise und der passende Call to Action, der annehmen lässt, dass es sich um einmalige Angebote handelt, führen zu einem höheren Absatz und durchschnittlichen Verkaufsticket für die Nutzer. In diesem Sinne führen einige gute Angebote auch zu einem größeren Traffic auf der Website. Haben Sie einmal damit begonnen, geht es weiter mit Optimierungen und Cross-Promotion, um die Kundenbindung zu fördern.

Auf der anderen Seite begünstigt diese Pricingstrategie einen häufigeren Lagerumschlag und trägt zum Abverkauf von Produkten mit geringerer Nachfrage bei, deren Stock das E-Commerce reduzieren muss. Je höher der prozentuale Rabatt ist, desto attraktiver erscheinen die Produkte, auch wenn sie aus vergangenen Kollektionen sind. Dies ist zum Beispiel bei der Sektion "Special Prices" vieler Marken der Fall. 

Wegen der Ähnlichkeit zu differenzierten Preisen oder Price Skimming sind High Low Prices besonders nützlich für den Launch neuer Produkte. So können Sie nach einigen Monaten, wenn die anfängliche Euphorie verstrichen ist, auf Kunden mit einer geringeren willingness to pay abzielen. Dies ist eine Strategie vieler Verkäufer und Marken elektronischer Geräte.  

High Low pricing

Nachteile: mögliche Schäden für Ihr Markenimage 

Bei der Umsetzung Ihrer High Low Pricing Strategie tragen Sie das Risiko, dass Ihre Marke oder E-Commerce mit Produkten schlechter Qualität in Verbindung gebracht wird. Um dies zu vermeiden, ist es wichtig, den Herstellungsprozess zu beobachten und Transparenz hinsichtlich der Produkteigenschaften zu wahren. So vermeiden Sie, dass die Verbraucher sich hintergangen fühlen Dazu addieren sich: 

  • Marketingkosten: Angebote können durch eine Marketingkampagnen begleitet werden, die Ihre User informieren und sie zu Ihrem Onlineshop führen.
  • Erwartungen des Verbrauchers: Es kann passieren, dass die Kunden auf die nächste Runde von Angeboten warten und die Nachfrage fluktuiert. So verliert sich das Ziel der Strategie.
  • Mögliche Verluste: Sie sollten gründlich alle Angebote analysieren, um zu vermeiden, dass die Kosten die Gewinne übertreffen.

Um so viel Informationen wie möglich zu erhalten, können Sie vor der Erstellung einer High Low Pricing Strategie detaillierte Analysen der Produktpreise durchführen. Das heißt, wie viel sie bereit sind, zu zahlen und welche Preise die Konkurrenz hat. Dies hilft Ihnen bei der Festlegung wettbewerbsfähiger Preise, die Angebot und Nachfrage entsprechen. Außerdem können Sie die Rabatte einordnen, die Sie sich leisten können, ohne Ihre Gewinnspanne zu mindern. Sie können dabei automatisierte Pricing Tools nutzen.

Angela de la Vieja
Content Manager
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