Was versteht man unter Normalpreisen und welche Beispiele dafür gibt es?

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Normalpreise sind die Preise, die Verbraucher gewöhnlich über längere Zeit hinweg für bestimmte Produkte und Dienstleistungen zahlen. Sie sind allgemein bekannt und ändern sich auch nicht so schnell. Daher kann ein E-Commerce nur durch detaillierte Marktforschung bei den Produkten oder Dienstleistungen eine Normalpreisstrategie verfolgen, die auch dafür geeignet sind. Deshalb ist es ratsam, diese Normalpreise in Ihre gesamte Preisstrategie zu integrieren, um stets größtmögliche Gewinne zu erzielen. Wir erläutern die Vor- und Nachteile dieser Art der Preisgestaltung und nennen typische Beispiele.

Ein anschauliches Beispiel für Normalpreise sind zahlreiche Lebensmittel wie Softdrinks oder Pralinen. Diese Produkte haben geringe Stückkosten und die Richtpreise sind jedem bekannt. Gleiches gilt für Kinokarten oder aktuelle Gebührenstaffelungen für Streamingdienste. Der Hauptgrund dafür ist, dass Normalpreise eine Form der psychologischen Preisgestaltung darstellen und somit eine emotionale Wirkung bei den Verbrauchern hervorrufen. Kombiniert man sie noch mit anderen psychologischen Preisgestaltungstechniken, wie z. B. dem Runden oder der Verwendung von ungeraden Beträgen, wird der Anreiz für die Nutzer noch größer.


Die Vor- und Nachteile von Normalpreisen

Der wesentliche Vorteil einer Normalpreisgestaltung, die sich an den Erwartungen der Verbraucher orientiert, besteht darin, dass es für den Onlinehandel einfacher ist, eine Kundenbindung aufzubauen. Die Kombination aus angemessenen Preisen und einem Produkt gleicher oder höherer Qualität als ein Konkurrenzprodukt führt daher zu einem stärkeren Vertrauenszuwachs in eine Marke.

Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass Normalpreise für Unternehmen manchmal nicht gerade profitabel sind, aber beibehalten werden müssen, um negative Reaktionen der Verbraucher zu vermeiden. Normalpreise schränken also mögliche Anpassungen der Preisstrategie für spezielle, langlebige Produkte ein. Daher kann eine Preisänderung zu Gunsten höherer Gewinne dazu führen, dass Nutzer sich gegebenenfalls von Ihrem E-Commerce abwenden, dass negative Bewertungen in Onlineshops und bei Google abgegeben werden und dass bei den Verbrauchern Misstrauen aufkommt, was wiederum dem Markenimage schadet. Deshalb sollten Sie sorgfältig abwägen, ob Sie Normalpreise anwenden möchten oder nicht.
 

Rabattgewährung bei Normalpreisen

Obwohl es, wie bereits erwähnt, keine gute Idee ist, Normalpreise zu erhöhen, können Sie doch Preisnachlässe auf diese Produkte und Dienstleistungen gewähren, wenn Sie Ihre Conversion Rate gezielt erhöhen möchten. Eine Preissenkung weckt in diesem Fall höhere Erwartungen bei den Kunden, die die Qualität Ihrer Produkte ja ohnehin bereits kennen. Oft ist die Inanspruchnahme dieser Rabatte an bestimmte Bedingungen oder Fristen geknüpft, wie z. B. - um auf das Beispiel des Kinos zurückzukommen - der Verkauf von Eintrittskarten zum halben Preis unmittelbar am Tag des Kinobesuchs.

So können Sie verschiedene Angebote oder Rabattaktionen entwerfen, um Ihren Umsatz zu steigern. Die wirkungsvollsten davon sind:

  • Bestimmte Rabatte und Vorteile für Neukunden.
  • Preisnachlässe für eine bestimme Käufergruppe, wie beispielsweise Studententarife bei den Streaminganbietern.
  • Kampagnen, die auf ein bestimmtes Ereignis ausgerichtet sind, wie zum Beispiel Black Friday oder Weihnachten.
  • Rabatte zur Steigerung der Conversion Rate: "Abonnieren Sie den Newsletter und erhalten Sie 20% Rabatt auf Ihren nächsten Einkauf".

Um Ihre Preise so wettbewerbsfähig wie möglich zu halten, ist es auch wichtig, die Preise Ihrer Mitbewerber ständig zu beobachten. Dadurch können Sie bestimmte Entwicklungen frühzeitig erkennen und vermeiden, dass Sie potenzielle Kunden durch die Preissenkungen eines Konkurrenten bei wichtigen oder häufig benötigten Artikeln verlieren. Mithilfe automatisierter Tools zur Verfolgung der Mitbewerberpreise können Sie die Änderungen in deren Produktangebot kontinuierlich verfolgen.

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