Die Psychologie von Prestigepreisen

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Prestigepreise, auch Hochpreise genannt, richten sich an eine ganz bestimmte Art von Kunden, nämlich an die mit einer höheren Zahlungsbereitschaft. Aber warum? Warum sind diese Kunden bereit, für bestimmte Artikel mehr zu bezahlen? Die Antwort liegt in der Wahrnehmung dieser Produkte und dem Markenimage ihrer Verkäufer. Prestigepreise sind also hohe Preise, die in der Regel auf Produkte angewandt werden, die als Luxusgüter gelten und die persönlichen Interessen der Nutzer symbolisieren und den Mitmenschen ihre gesellschaftliche Stellung zeigen. Eine Art von Preisstrategie, die wir nur mit bestimmten Artikeln aus unserem Katalog umsetzen können.

Der Erfolg von Prestigepreisen beruht auf der Positionierung der Marke, die den Artikel verkauft. Wenn ein potenzieller Kunde der Meinung ist, dass die Marke authentisch ist und einen angeborenen Wert hat, wird er bereit sein, mehr für die Produkte zu bezahlen, auch wenn ihre Qualität in vielen Fällen nicht besser ist als die der Konkurrenz. Das letztendliche Ziel dieser Art von Preisstrategie ist es, den Wert der Marke zu steigern. Um dies zu erreichen, wird zusammen mit der Festlegung der Prestigepreise in der Regel ein solides Unternehmensimage aufgebaut, in dem die Herkunft der Marke, ihre Geschichte, der Produktionsprozess der verschiedenen Artikel und sogar Prominente, die das Produkt besitzen, als Schlüsselbotschaften verwendet. Dies gilt sowohl für Schmuckstücke und Schuhe von führenden Marken als auch für Smartphones und andere technische Artikel.

Zu den Hauptvorteilen dieser Preisstrategie zählen wir:

  • Große Gewinnspanne: Wenn der Preis eines Produkts erhöht wird, erhöht sich auch die Gewinnspanne, ohne dass die Nachfrage davon beeinflusst wird. Dank der Markenpositionierung werden Stammkäufer Ihren Artikeln treu bleiben. Das beste Beispiel ist Apple: Trotz der Preise seiner Smartphones sind die Gewinne dieses Unternehmens viermal so hoch wie die seines direkten Konkurrenten Samsung.  
  • Loyale Kunden: Wie bereits angedeutet, ist der Kundenstamm von Prestigemarken sehr stabil. Es handelt sich in der Regel um höherwertige Nutzer, die nicht von wirtschaftlichen Schwankungen oder Rezessionsphasen betroffen sind. Da es sich um eine begrenzte Zielgruppe handelt, können die Marken ihre Käufer klar identifizieren und somit personalisierte Marketingkampagnen mit einer höheren Konversionsrate durchführen.

Wann Sie Prestigepreise anwenden sollten

Selbst wenn Ihre Marke als führend in Ihrem Sektor positioniert ist, ist es nicht ratsam, auf den gesamten Produktkatalog hohe Preise anzuwenden, sondern eine Strategie zu entwerfen, mit der Sie das Beste aus Ihrer Position herausholen können. Innerhalb eines limitierten Zeitrahmens können wir Prestigepreise auf unsere begehrtesten Produkte anwenden, wenn ein neues Geschäft eröffnet oder ein neuer Artikel auf den Markt gebracht wird. Dies wird mehr Aufsehen erregen und eine größere Anzahl potenzieller Kunden anziehen, die neugierig auf die Neuheit reagieren.

Prestigepreise sind auch ein hervorragender Lockruf bei der Einführung einer besonderen oder limitierten Auflage eines Produkts. Die Nutzer schätzen die Exklusivität der Kollektion als positiv und sind bereit, einen höheren Preis zu zahlen. Wir sehen dies am exklusiven Verkauf von Sportschuhen, deren Sondereditionen einen höheren Preis haben als die herkömmlichen Artikel.

Transparenz und Kundenservice sind entscheidend für Ihren Erfolg

Damit eine Prestige-Preisstrategie funktionieren kann, muss die Marke eine Reihe von Anforderungen erfüllen. Dazu gehört, dass Sie Ihren Kunden im Rahmen von Marketingkampagnen genaue und wahre Informationen über Ihre Produkte anbieten. Dies kann auch im Rahmen von Kampagnen zur sozialen Verantwortung des Unternehmens erfolgen, welche Ihr Markenimage in der Regel verbessern. Wichtig ist, dass Sie immer das einhalten, was Sie Ihren Kunden versprechen. Der Mangel an Ehrlichkeit und Transparenz kann zu einem schlechten Ruf führen, der das Niveau der Verkäufe verringert, wie es Anfang 2020 mit dem Schmuck von Tous geschah.

Ebenso sollte die Kundenerfahrung die bestmögliche sein. Und dazu gehört auch ein detaillierter Kundendienst nachdem der Kauf getätigt wurde. Käufern einen konsistenten und qualitativ hochwertigen Service zu bieten, erhöht Ihre Wahrnehmung als ein hochrangiges, engagiertes Unternehmen. Aber Vorsicht bei der Anwendung von Angeboten und Rabatten. Im Gegensatz zu anderen Arten von Produkten und Marken kann die Anwendung von Preisnachlässen, die über besondere Termine wie den Schlussverkauf oder Black Friday hinausgehen, dem Verkauf im Allgemeinen schaden und negative Auswirkungen auf das Image des Unternehmens generieren.


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Angela de la Vieja
Content Manager
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