Die BCG-Matrix: Wie sie ganz einfach den Umfang des Produktsortiments Ihres E-Commerce festlegen können

Demo anfordern

Die BCG-Matrix dient dazu, zu analysieren, wie wirtschaftlich rentabel verschiedene Produkte sind und erleichtert so die unternehmerische Entscheidungsfindung. Sie hilft Ihnen unter anderem dabei festzulegen, wie umfangreich die Produktpalette Ihres E-Commerce sein soll. Denn wenn Sie wissen, wie rentabel Ihre Produkte oder Dienstleistungen sind, können Sie leichter bestimmen, ob es sinnvoll ist, das Sortiment zu erweitern, zu reduzieren oder beizubehalten. Dieses Instrument ist deshalb so wichtig, weil der Sortimentsumfang von verschiedenen Faktoren abhängt, wie z. B. von der grundsätzlichen Gestaltung des Onlinegeschäfts, der Marketingstrategie oder logistischen Herausforderungen. Darüber hinaus kann Ihnen die BCG-Matrix auch dabei helfen, die Preisgestaltung, je nach Rentabilität der einzelnen Produkte, vorzunehmen. Wie Sie sehen, hat diese Methode viele Vorteile. Deshalb erklären wir von Minderest Ihnen, worauf sie basiert und wie sie funktioniert.

Die BCG-Matrix zeichnet sich dadurch aus, dass jedes Produkt anhand der Marktwachstumsrate und der Penetrationsrate, also der Gesamtzahl der Kunden, die ein Produkt innerhalb von bestimmten Bevölkerungsgruppen kaufen, klassifiziert wird. Anhand dieser beiden Faktoren, die sich in einem Diagramm auf der X- bzw. Y-Achse widerspiegeln, lassen sich die Produkte in vier Kategorien einteilen:

  • Stars
  • Question Marks
  • Cash Cows und
  • Poor Dogs

Stars – Die meistverkauften Produkte eines E-Commerce 

Das sind diejenigen Produkte, die eine hohe Penetrationsrate sowie ein starkes Umsatzwachstum aufweisen. Trotz ihres guten Anklangs bei den Kunden müssen oft hohe Marketinginvestitionen getätigt werden, um solch hohe Verkaufszahlen halten zu können. Daher sind das auch nicht die Produkte, die den höchsten Gewinn für das Unternehmen abwerfen.

Was den Umfang des Produktsortiments eines E-Commerce betrifft, wäre es ideal, eine Verkaufsstrategie mit einigen besonders gut funktionierenden Star-Produkten zu entwickeln, die als Anreiz für Kunden dienen. Danach können Sie Ihr Produktangebot entsprechend Ihren Wachstumsprognosen und den Bedürfnissen der einzelnen Käufergruppen Stück für Stück erweitern.

Die Question Marks – Eine Frage der Rentabilität

In diese Gruppe fallen Produkte, die erst kürzlich auf den Markt gebracht wurden und über die noch keine konkreten und zuverlässigen Daten vorhanden sind. Sie haben in der Regel aufgrund der kurzen Zeit, die die erst auf dem Markt sind, eine geringe Penetrationrate, aber dafür ein sehr hohes Wachstumspotenzial. Daher befinden sich in dieser Kategorie die Produktneuheiten zur Erweiterung des bisherigen Sortiments. Da auch diese Produkte einen hohen Marketingaufwand mit sich bringen, empfiehlt es sich vor deren Markteinführung, Marktforschung zu betreiben oder Umfragen im potenziellen Kundenkreis durchzuführen, um später abschätzen zu können inwieweit sie später von den Marktteilnehmern akzeptiert werden.

BCG-Matrix

Die Cash Cows – Die etabliertesten und bekanntesten Produkte 

Hierbei handelt es sich um die gewinnbringendsten Produkte für das E-Commerce, die selten aus dem Sortiment genommen werden und nicht von saisonalen Schwankungen betroffen sind. Das sollten Sie berücksichtigen, bevor Sie sich für eine Markterweiterung entscheiden. Cash-Cow-Produkte haben eine hohe Penetrationsrate und ein geringes Wachstumspotenzial. Dennoch brauchen Sie diese, denn sie bieten hohe Gewinnmargen. Beispiele für solche Produkte finden sich zahlreiche in der Lebensmittelbranche, wie z. B. Coca Cola, die so weit verbreitet und etabliert ist, dass aufgrund des hohen Umsatzes relativ geringe Investitionen in Marketing und Werbung getätigt werden müssen.

Die Poor Dogs – Die Schwachstellen des E-Commerce

Die Poor Dogs sind die letzte Stufe, die Produkte nach der BCG-Matrix innerhalb eines E-Commerce durchlaufen können. Dazu gehören Produkte, die sich rückläufig entwickeln, kein Wachstumspotenzial haben, eine geringe Penetrationsrate aufweisen und wenig gekauft werden. Im Allgemeinen beschließen Unternehmen nach einer gewissen Zeit, diese Produkte aus dem Sortiment zu nehmen, insbesondere wenn sie anfangen, Verluste zu verursachen.

Die Einteilung Ihrer Produkte in diese vier Gruppen hilft Ihnen bei der Entscheidung, ob Sie in neue Produkte investieren sollten, um ein zusätzliches Wachstum zu fördern, wobei Sie immer darauf achten sollten, dass Sie viele Cash Cows, einige Stars und Question Marks und keinen oder sehr wenige Poor Dogs in Ihrem Sortiment haben. Die Rentabilität jedes einzelnen Produktes hängt dabei von der Preisstrategie ab. Wenn Ihre Cash Cows also einen hohen Preis haben, den die Kunden auch zu zahlen bereit sind, steigt Ihre Gewinnmarge.

Der Nachteil ist, dass sich nicht alle Produkte gleich entwickeln und sich der Markt aufgrund externer Faktoren oft schlagartig ändert. Daher ist es wichtig, die BCG-Matrix regelmäßig anzupassen und weitere Bezugsgrößen mit einzubeziehen. Sie können sich zum Beispiel auch das Produktangebot Ihrer Mitbewerber ansehen. Mit automatisierten Tools zur Sortimentsanalyse können Sie deren Produkte, Bestände und Marken untersuchen und so herausfinden, welche davon Sie auch in Ihr Sortiment aufnehmen könnten. 

Demo anfordern

Führende Software zur Konkurrenzüberwachung für Händler und Hersteller